September 2021

Wer hätte von denjenigen, die sich am Samstagvormittag Mitte September auf den schmalen Pfad begaben, der gleich hinter dem eher hässlichen Rheinauer Industrie- und Hafengebiet ins Grüne abzweigt, vorher gedacht, welche wunderbaren, geradezu magischen Plätze im Dschungel des Auwaldes verborgen sind?

Auf vielfältige Weise und mit viel Muße ließen sich diese Schätze entdecken! Sich mit allen Sinnen einlassen und sich mal richtig Zeit schenken, die Landschaft intensiv wahrnehmen, durch kleine Löcher im Karton oder durch ein größeres Passepartout auf die Inseln im Altrheinarm gucken und staunen, sich durch knorrige, uralte Weiden am Rheinufer an Olivenbäume in Südfrankreich erinnert fühlen, das Alter dieser Baumveteranen selbst feststellen können (200 – 300 Jahre), überraschend ein leuchtend buntes Baumgrafftiti in einem hohlen Baumstamm entdecken, phantasievoll in einem toten Baum, der aus dem Wasser ragt, z. B. ein Krokodil, einen Wassergeist, eine Robbe, eine Gottesanbeterin oder eine Rakete sehen und skizzieren, und schließlich einfach mal auf einer Wiese liegend mit einem Schluck Pfälzer Quittenwein in den Himmel schauen, den Wolken nachblicken und vorgelesenen Geschichten über Mensch und Natur lauschen…. Wann haben wir eigentlich zuletzt eine solche Himmelsguckerei betrieben? Lange her! Eine Auszeit vom Alltag, gar nicht weit weg vom Trubel der Großstadt Mannheim…