September 2020

Barfuß unterwegs sein, Naturmaterialien unter den Fußsohlen erspüren, das haben wir Mitte September in der Gruppe beim Waldbaden erlebt. Erst weiches Moos ertasten, dann die Rauigkeit von Kiefernrinde fühlen, und schon balanciert man nach einem weiteren Schritt auf Steinen, mal kantig, mal glatt, rund, trocken, nass. Einen Schritt weiter erholen sich die Fußsohlen auf einem Stück fein geglätteten Waldboden, unerwartet kühl und feucht, und einige darauf liegende trockene Buchenblätter verlocken die Füße, mit den Zehen danach zu greifen. Nebeneinander liegende kleine Äste fühlen sich deutlich anders an, wenn sie längs oder quer zu den Fußsohlen liegen. Achtsam einen weiteren Schritt wagen, zunächst auf erstaunlich glatte Fichtenzapfen treten, weiter auf schrecklich pieksende Bucheckern, so dass die kleinen runden Kiefernzapfen danach fast angenehm wirken. Schließlich ein Gefühl von Erholung auf dem letzten Feld des Barfußpfades, wenn die Füße auf verschiedene grüne Laubblätter und Kräuter treten. Unser selbst gestalteter Pfad bringt uns beim achtsamen Gehen in Kontakt mit dem Boden und in Kontakt mit uns selbst. Manchmal stehen wir fest und kosten dieses Gefühl ganz aus, manchmal verlieren wir fast die Balance, so ungewohnt fühlt sich der Untergrund plötzlich an. Der Weg zurück führt uns durch den kalten Bach. Wir genießen die unerwartete Kühle und Frische des Wassers an diesem heißen Spätsommertag im Pfälzer Wald.

Naturerlebnis-Tipp: Haben Sie Lust bekommen, mit Ihrer Familie oder mit dem Freundeskreis auch mal einen Barfußpfad mit Naturmaterialien selbst zu kreieren? Alles, was Sie dafür brauchen, finden Sie im Wald! Und der selbst gestaltete Weg macht Großen und Kleinen ganz bestimmt sehr viel Freude!