Oktober 2018

„Zauber der Vergänglichkeit“ war das Thema, unter dem ich mit einer Gruppe von zwanzig Erwachsenen Mitte dieses Monats im Bienwald unterwegs war. Der Himmel war so blau, die Blätter so leuchtend, die Sonne so golden und das Licht im Wald so zauberhaft, dass keine blümeranten Herbstgefühle aufkommen mochten. Während unter den Füßen das trockene Laub raschelte, fühlte man sich doch eher sommerlich als herbstlich.

Gemeinsam in kleinen Gruppen eine lebensgroße Figur mit Materialien aus der Natur zu gestalten, lautete schließlich meine Aufgabe an die Teilnehmenden. Dabei entstand diese beeindruckend schöne „Königin des Waldes“ mit der mächtigen Krone! Liebevoll ausgestaltet mit einer Perlenkette aus Steinen, einem Ast als Zepter in der einen und einer weißen Zaunwindenblüte in der anderen Hand. Aber vielleicht handele es sich auch um „Mutter Natur“, meinten die Künstler(innen) mit Hinweis auf den wohl gerundeten Bauch aus Farnwedeln über dem roten Röckchen von Blättern der Amerikanischen Roteiche.

Eigentlich schade, dass ich die sechs anderen Werke nicht auch hier im Blogbeitrag zeigen kann, sie wären es ebenfalls wert… jede Figur einzigartig, ein Stück vergängliche Natur-Kunst, die im Wald verbleibt und eine kleine Zeit lang andere Menschen auf ihrer Wanderung überrascht und erfreut. Die ersten beiden Besucherinnen jedenfalls kamen schon zufällig vorbei…

Naturerlebnis-Tipp: Haben Sie Lust, mit anderen, z. B. als Familie oder Freundesgruppe, im Wald kreativ zu werden? Material zur Gestaltung ist in Hülle und Fülle vorhanden. Lassen Sie sich von den Formen und Farben der Äste, abgefallenen Borkenstücke, Blätter, Gräser und Früchte inspirieren. Lassen Sie aber giftige und geschützte Pflanzen stehen. Genießen Sie den Schaffensprozess und die erwartungsvolle Vorfreude, welche Figur in etwa einer Dreiviertelstunde auf dem Waldboden entstehen wird. Vergessen Sie nicht, Ihrem vergänglichen Kunstwerk einen Namen zu geben und ein Foto zu machen.