Oktober 2017

In diesem Jahr gibt es wirklich einen Herbst der Pilze! Ich freue mich, dass ich im Wald so viele schöne Exemplare entdecke, wie z. B. diesen zarten Tintling. Er ist eine sehr vergängliche Schönheit, denn rasch tropfen seine schwarzen Sporen wie Tinte aus dem Hut und der ganze Pilzkörper zerfließt.

Pilze haben oft lustige Namen, und manche regen gleich die Phantasie an! So lohnt es sich, nach dem „Zwergenfeuer“ Ausschau zu halten. Das ist in manchen Gegenden eine zauberhafte Bezeichnung für den Klebrigen Hörnling, einen kleinen Pilz, der unverwechselbare leuchtend orangefarbene, korallenförmige Fruchtkörper auf vermoderndem Nadelholz bildet – und eben genau so aussieht, wie man sich ein kleines Zwergenfeuer vorstellen würde.

Naturerlebnis-Tipp: Pilznamen sind manchmal sehr bildhaft, ich denke da z. B. an Namen wie Violetter Lacktrichterling, Knoblauch-Schwindling, Mäuseschwanz-Rübling oder Schmetterlings-Tramete. Ja, die Pilze heißen wirklich so! Man kann sich leicht vorstellen, wie diese Namen zustande gekommen sind.
Halten Sie doch beim nächsten Waldspaziergang mit Ihren Kindern mal Ausschau nach Pilzen, die irgendwie so ganz besonders aussehen, die vielleicht eine sehr spezielle Farbe, Buckel oder Stoppeln haben, körnig, schleimig oder stachelig aussehen. Schauen Sie gemeinsam ganz genau hin. Und dann erfinden Sie zusammen einfach mal einen Namen, der das Aussehen beschreiben könnte – wie es ein ideenreicher Naturforscher oder eine Naturforscherin bei der Entdeckung einer neuen Art vielleicht auch machen würde. Zu Hause können Sie dann ja mal im Buch nachgucken, ob der Name passt, es könnte durchaus sein. Und wenn nicht: Spaß hat das Erfinden von Pilznamen doch bestimmt gemacht, oder?