November 2020

Ein leichter November-Blues hat mich erfasst… Ich schlendere mit etwas gemischten Gefühlen durch den Pfälzer Wald. Gerne wäre ich wieder mit einer Gruppe zum Waldbaden unterwegs, aber der erneute Shutdown wg. der Corona-Pandemie lässt das leider nicht zu. Schade, denn das wunderbare Leuchten der Esskastanienblätter am Wegesrand, die würzige herbstliche Luft und die überraschenden Ausblicke vom Berg über die rollenden Hügel mit dem bunten Weinlaub ist wie geschaffen für entspanntes Eintauchen in die Atmosphäre des Waldes. 

Wieder einmal sind wir also nur zu zweit unterwegs, entdecken dabei neue Wege, erforschen neue Wälder, entwickeln neue Ideen für die Zeit, wenn wir wieder andere Menschen mit in die Natur nehmen können. Es sollte doch möglich sein, ein Format des Naturerlebens zu entwickeln, das auch in Corona-Zeiten möglich und erlaubt ist, denken wir. Viele Menschen sind alleinstehend, ledig, geschieden, verwitwet… für sie ist diese Zeit besonders beschwerlich. 

Und so spinnen wir erste Ideen, eine Art gemütlicher Rätselwanderung in Zweiergruppen schwebt uns vor. Zweiergruppen wird ja wohl niemand verbieten, schon gar nicht beim Unterwegssein in der Natur. Wie wäre es, wenn die Zweiergruppen getrennt losgingen, an bestimmten Punkten in der Natur witzige Aufgaben lösen müssten, überraschende Entdeckungen machen könnten, alles dokumentieren und digital teilen würden… so dass aus dem Naturerlebnis zu zweit durch Erzählen ein Naturerlebnis der – zugegebenermaßen virtuellen – Gruppe entstehen würde. Ist das schräg? Nein, wir spüren, das könnte etwas Spannendes werden, und wir finden auch schon einen Namen für das in Corona-Zeiten taugliche Format: „WWW – Wunderbare Wald-Wanderungen“. 

Es tut doch immer wieder gut, einfach raus zu gehen, sich durchlüften und von der Natur beschenken zu lassen. Tschüß, November-Blues! Beschwingt und inspiriert gehen wir nach Hause an den Schreibtisch, um dort das Konzept weiter auszuarbeiten. Die Zeit mit Corona-bedingten Beschränkungen kann ja noch den ganzen Winter andauern, aber das soll uns nicht daran hindern, neue „Immergrüne Wege“ zu entdecken und mit anderen Menschen zu teilen.