November 2017

Ach, dieser November-Blues… Ich nutze eine Regenpause und streife durch den Wald. Und da liegen sie nun im Laub, die stacheligen Hüllen der Edelkastanienfrüchte, die sich schon längst Eichhörnchen, Eichelhäher, Siebenschläfer oder vielleicht ein kundiger Mensch geholt hat. Zum Sammeln der Nussfrüchte hätte ich mich früher im Herbst aufmachen müssen. Ess-Kastanien, wie sie auch genannt werden, wachsen in Deutschland vor allem dort, wo Wein angebaut wird. Dort ist das Klima mild, und das harte Holz eignet sich hervorragend für Rebpfähle und als Fassdauben für Weinfässer! Die Esskastanie ist übrigens zum Baum des Jahres 2018 gekürt worden.

Naturerlebnis-Tipp: Die Nüsse, wie man die Früchte der Ess-Kastanie bezeichnet, sind wirklich sehr lecker. Haben Sie Lust, es auszuprobieren? Ihre Kinder helfen bestimmt gerne mit, beim Sammeln und in der Küche… Zunächst muss man die Nussfrüchte aus ihrem stacheligen Fruchtbecher befreien, dazu zieht man am besten Handschuhe an, damit es nicht so sticht. Dann wird die Nussschale mit einem spitzen Messer kreuzförmig eingeritzt. Nun müssen die Nüsse in Wasser weichgekocht und anschließend mit viel Geduld und einem scharfen Messer von der braunen Nussschale und dem feinen inneren Häutchen befreit werden. Dass die Kastanien dabei meistens zerfallen, macht nichts, denn sie werden nun sowieso püriert, bei Bedarf durch ein Sieb gestrichen, mit Zucker nach Geschmack, gemahlener echter Vanille und etwas geschlagener süßer Sahne cremig gerührt – einfach köstlich, dieses herbstliche Dessert aus der Natur!