März 2019

„Shinrin yoku – Waldbaden“ im März kann wirklich ein Abenteuer sein! In diesem Jahr war das Wetter nämlich so wechselhaft wie sonst im April. Zwei Tage vor der Shinrin yoku-Veranstaltung im Pfälzer Wald saßen wir mein Mann und ich bei der Kontrollwanderung, die wir vor jeder Veranstaltung machen, an genau dieser Stelle noch in der warmen Frühlingssonne und konnten einen umwerfenden Ausblick ins Wasgau und die bewaldeten Berge genießen. Nur zwei Tage später standen wir mit der Gruppe unerschrockener „Waldbadender“ mitten in den Wolken und konnten kaum etwas sehen. Für die vom langen Winter oft angegriffenen Atemwege und die Atemübungen, die wir an dieser Stelle machten, war die feuchte Luft dagegen wunderbar. 

Naturerlebnistipp: Vielleicht haben Sie Lust, Ihren Atemwegen auch etwas Gutes zu tun – mit oder ohne Ausblick ist das eine feine Sache! Stehen Sie aufrecht, die Füße etwa hüftbreit auseinander, die Knie locker. Stellen Sie sich einen goldenen Faden vor, der von Ihrem Hinterkopf an den Himmel führt, und die  Wirbelsäule wie eine gerade, locker hängende Perlenkette. Die Arme lassen Sie erstmal hängen. Beim Einatmen führen Sie die ausgestreckten Arme seitlich am Körper vorbei, beschreiben einen großen Kreis und kommen mit den Händen über dem Kopf zusammen. Dann machen Sie mit den Händen lockere Fäuste, legen die Unterarme zusammen und führen die Arme vor dem Körper so nach unten, dass die Ellenbogen ganz leicht in den Bereich unter den Rippen drücken. Dabei atmen Sie tief aus und beugen sich etwas nach vorne. Dann richten Sie sich wieder auf, lassen Sie die Arme und Hände seitlich locker hängen, genießen die kleine Atempause zwischen Aus- und Einatmen. Anschließend wird die Sequenz so oft wiederholt, wie Sie möchten. Wenn Ihnen beim tiefen Atmen leicht etwas schwindelig wird, atmen Sie zwischen zwei Sequenzen einfach einmal normal ein und aus. Nun wissen Sie auch, was wir auf dem Foto merkwürdig Aussehendes gemacht haben…