April 2019

Beim „Shinrin yoku – Waldbaden“ geht es um das Eintauchen in die Atmosphäre des Waldes mit allen Sinnen. Und das fiel so leicht an diesem Frühlingswochenende, an dem ich mit einer Gruppe Erwachsener im Iggelheimer Wald unterwegs war:

  • Sehen: Unzählige Grünschattierungen vor einem strahlend blauem Himmel. 
  • Hören: Konzert der Vogelstimmen in den Bäumen, das trockene Rascheln einer Blindschleiche am Wegesrand und das Rauschen des Windes in den Kronen der Kiefern. 
  • Riechen: Balsamische Walddüfte der Kiefern, staubige Aromen des trockenen Waldbodens und frische grüne Duftnoten der austreibenden Gräser und Blätter. 
  • Tasten: Sonnenwarme Borke alter Eichen und mächtiger Kiefern, Wurzeln, Äste und Baumpilze.

Natürlich könnte man das alles auch alleine bei einem Waldspaziergang machen… Doch wann haben Sie zuletzt 20 Minuten nur damit verbracht, mit geschlossenen Augen einen Baum zu erkunden? Oder sind in den Wald hineingegangen, haben Platz genommen und dann 20 Minuten nur den Geräuschen um Sie herum gelauscht? Seien wir ehrlich: Das fällt uns gar nicht so leicht.

Beim Waldbaden lade ich gerne zu meditativen Zeiten des „Nichtstuns“ und „Einfachdaseins“ ein. Sich eine solche Zeit des Schweigens und Besinnens zu gönnen, fällt den meisten Menschen in einer Gruppe tatsächlich leichter. 

Naturerlebnistipp: Ob alleine, zu zweit oder in einer Gruppe – gönnen Sie sich doch einmal eine solche Auszeit. Eine halbe Stunde, um einen Baum nicht zu suchen, sondern sich von einem Baum finden zu lassen. Augen schließen. Bekannt werden mit einem Lebewesen, das älter ist als man selbst und immer an einem einzigen Platz gestanden ist. Lassen Sie sich überraschen, wie intensiv die Eindrücke sein können!